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Neu eingerichtetes Eltern-Kind-Zimmer des SFB 1116 eröffnet!

Ab sofort steht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des SFB 1116 der neu eingerichtete Eltern-Kind-Raum im Institut für Pharmakologie und Klinische Pharmakologie zur Verfügung.

Das Eltern-Kind-Zimmer wurde in Zusammenarbeit mit Frau Petra  Wackers und Herr Oliver Hartmann des Familienberatungsbüro der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zusammengestellt und über Gleichstellungsmittel des SFB 1116 (DFG) finanziert.

Das Zimmer steht...

SFB 1116 „Master Switches bei kardialer Ischämie“

Zusammenfassung

Der akute Myokardinfarkt (AMI) stellt eines der häufigsten kardiovaskulären Krankheitsbilder in der westlichen Welt dar. Die Düsseldorfer SFB-Initiative plant, die akute und subakute Phase nach AMI durch präklinische Untersuchungen an standardisierten Klein- und Großtiermodellen sowie durch klinische Studien in einem multidisziplinären Forschungsverbund zu untersuchen. Das Ziel der Initiative ist es, kardiale und systemische Effektormechanismen (master switches) zu identifizieren, die schon in der akuten und subakuten Phase nach AMI die Weichen für den weiteren klinischen Verlauf stellen, Angriffspunkte neuer therapeutischer Ansätze darstellen und so zur Reduktion von Morbidität und Mortalität nach AMI beitragen können.

Der AMI stellt zunächst durch den thrombotischen Verschluss einer Koronararterie ein lokal auf das Herz begrenztes Ereignis dar. Die Adaptation an die resultierende kardiale Ischämie wird allerdings bestimmt durch ein komplexes Zusammenspiel von kardialen und extrakardialen Zellpopulationen, metabolischer Anpassung, Komorbiditäten und Ischämie-bedingten systemischen Einflüssen. Zur Entwicklung neuer Therapieoptionen ist es daher wichtig, die Wechselwirkung kardialer Heilungsprozesse mit metabolischen und systemischen Effektormechanismen koordiniert in einem vernetzten Forschungsverbund zu untersuchen. Da bei einem großen Teil der Patienten eine Revaskularisierung nicht oder zu spät („late comers“) gelingt, wird die Düsseldorfer SFB-Initiative sowohl die Reaktionen auf die Ischämie/Reperfusion als auch auf eine persistierende Koronarokklusion untersuchen.

In Projektbereich A (Intrazelluläre und zelluläre Effektoren) werden nach AMI neue primär kardiale Effektormechanismen untersucht. Spezifisch sollen Mechanismen der Arrhythmogenese und der kardiomyozytären Dysfunktion, die Regulation der Mitochondrienfunktion und der Apoptose, neue posttranslationale Mechanismen, kardioprotektive Signaltransduktion, Effekte des akuten Extrazellulärmatrix-remodeling auf die Angiogenese und den Fibroblasten/Myofibroblasten-Phänotyp sowie die beteiligten molekularen Mechanismen beleuchtet werden. Projektbereich A adressiert somit in der akuten und subakuten Phase nach AMI „molekulare Schalter“ der wichtigsten adaptativen und maladaptativen Prozesse im Herzen.
 
In Projektbereich B (Metabolische Effektoren und Systeminterferenzen) werden relevante metabolische Effektoren und Systeminterferenzen nach AMI beleuchtet, um sich dem klinischen Bild des Myokardinfarktes als Systemerkrankung zu nähern. Die Initiative fokussiert hierbei auf Diabetes mellitus Typ 2 und assoziierte metabolische Störungen wie nicht-alkoholische Fettleber, Insulinresistenz, Prädiabetes sowie Effekte viszeralen und epikardialen Fetts. Neben metabolischen Effektoren werden vielversprechende Modulatoren der Immunzell-Antwort, klinisch relevante Komorbiditäten wie Anämie sowie Mechanismen der kardioprotektiven, herzfernen Konditionierung in Projektbereich B untersucht.

In der langfristigen Perspektive ist es das Ziel des Forschungsverbundes, zur Verbesserung der Prognose von Patienten, die einen AMI überlebt haben, beizutragen und eine Stratifizierung der therapeutischen Maßnahmen zu erlauben. Um dieses Ziel zu erreichen, stehen zu Beginn die Identifizierung und Charakterisierung von neuen master switches im Fokus. In der Perspektive weiterer Förderperioden soll der Herzinfarkt mit seinen adaptativen und regenerativen Heilungsreaktionen als Systemerkrankung im Vordergrund stehen. Dazu ist geplant, zunehmend klinische Studien und Untersuchungen am Großtier im Kontext relevanter Komorbiditäten durchzuführen und durch systembiologische Ansätze zu unterstützen.

Sprecher des Sonderforschungsbereichs 1116

Prof. Dr. rer. nat. Jens Fischer

Institut für Pharmakologie und Klinische Pharmakologie Universitätsstr. 1 40225 Düsseldorf
Tel.: +49 211 81-12500
Fax: +49 211 81-14781
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